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Feuerwehr Selfkant unterrichtet Grundschüler im richtigen Verhalten bei Notfällen
Im Rahmen des Projektes Gesundheit und Sicherheit, welches die Kath. Grundschulen II in der Gemeinde Selfkant veranstalteten, war die Feuerwehr Höngen-Saeffelen auf Einladung der Schulleiterin Andrea Reh zu Gast in der Grundschule Saeffelen. Die Lehrerinnen hatten das Thema „Feuerwehr“ vorher bereits vielfältig im Unterricht aufbereitet. Begonnen wurde der Projekttag um 9:30 Uhr mit einer Evakuierungsübung, ausgelöst durch die neue Brandmeldeanlage des kürzlich umgebauten Gebäudes. Brandoberinspektor Dirk Schwartzmanns` Interesse galt dabei besonders dem geordneten Verlassen des Gebäudes über die neuen Notausgänge sowie das Verhalten an den Sammelpunkten. Im Anschluss gab es lobende Worte und wertvolle Anregungen für die Kinder und Lehrerinnen. „Es ist sehr wichtig, dass die Klassen an den Sammelpunkten geordnet warten. Nur so kann die Klassenlehrerin feststellen, ob alle ihre Kinder das Gebäude verlassen haben und in Sicherheit sind.“ erklärte Dirk Schwartzmanns. Vorbildlich sei das Mitführen der Klassenbücher gewesen, anhand derer die Vollzähligkeit überprüft werden könne, so Schwartzmanns.
Danach wurde das große Tanklöschfahrzeug von den Kindern unter die Lupe genommen. Dirk Schwartzmanns und Feuerwehrmann Peter Lonzen nahmen sich trotz strömenden Regens viel Zeit zur Erklärung der persönlichen Schutzausrüstung der Feuerwehrleute und der Geräte, die bei den unterschiedlichsten Einsatzlagen benötigt werden. Nachdem alle Fragen beantwortet waren, hieß es zur großen Freude der Kinder „Wasser marsch“ an der Schnellangriffseinrichtung.
In der Zwischenzeit zeigten Brandinspektor Lutz Rößeler und Unterbrandmeister Dominik Palmen, beide übrigens gestandene Berufsfeuerwehrleute, der anderen Hälfte der Kinder das richtige Verhalten im Notfall. Im geräumigen Mehrzweckraum demonstrierten sie den Schülern in anschaulichen Experimenten die Gefährlichkeit von Brandrauch in geschlossenen Räumen. Angesichts der Tatsache, dass bei Wohnungsbränden nahezu alle Brandopfer durch Rauchgase und nicht durch Feuer ums Leben kommen, bildete dieses Thema den Schwerpunkt der Unterrichtseinheit. In einem Glaszylinder wurden z.B. zwei unterschiedlich hohe Kerzen entzündet, wobei die Kinder vorher erraten sollten, welche Kerze länger brennen würde. Mit großem Eifer beteiligten sich die Kinder an der Auflösung. „Am Boden habt ihr die größte Chance, im giftigen Qualm nicht zu ersticken, denn der Rauch breitet sich immer nach oben aus. Weil am Boden noch genügend Sauerstoff vorhanden ist, brennt die kleine Kerze am Boden noch, wenn die große schon erloschen ist.“, so Lutz Rößeler. Mit Hilfe eines brennenden Duplo-Bausteins, der zusammen mit einem handelsüblichen Rauchmelder vom Glaszylinder überdeckt wurde, machte Lutz Rößeler die Kinder auch mit der Wirkungsweise der Rauchmelder vertraut. In Rollenspielen wurde dann das richtige Absetzen eines Notrufs mit den Schülern geübt. Mit einem Appell an die Kinder, ihre Eltern zum Einbau von Rauchmeldern im Haus zu bewegen, fand die Veranstaltung ihren Abschluss. „Ich fand es richtig toll“, so Schulleiterin Andrea Reh zum Abschluss. Sie bedankte sich herzlich bei den Kameraden der Selfkänter Feuerwehr für die Gestaltung des Tages.
Bernd Douven
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