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Viel Arbeit
Selfkant. Das von den Meteorologen angekündigte kräftige Sturmtief namens Xynthia hielt am Sonntagnachmittag die Feuerwehren in Atem. Zur Beseitigung umgestürzter Bäume auf den Straßen waren sämtliche Einheiten über mehrere Stunden im Einsatz. Einsatzschwerpunkte waren unter anderem die K 1 von Süsterseel bis Tüddern, die K 15 zwischen Süsterseel und Höngen und die L 410 in Höhe des Wildgeheges, wo schwere Sturmböen der Stärke 11 viele Bäume quer über die Fahrbahnen warfen. Ein umgestürzter Baum versperrte beispielsweise einem Arzt die Zufahrt zum Altenheim St. Josef in Höngen. Wegen des überlasteten Funknetzes und zur besseren Koordination der vielen Einsätze wurde am Gerätehaus Süsterseel ein Bereitstellungsraum eingerichtet und die Einsätze verteilt. Auch nach dem Abflauen des Sturms verblieben die Kräfte noch einige Zeit in Bereitstellung. Einen gehörigen Schrecken erlebten Feuerwehrleute aus Höngen-Saeffelen, als auf dem Weg zu einer Gefahrenstelle auf der L 410 eine gut 20 cm dicke Birke haarscharf vor das Einsatzfahrzeug TSF-W stürzte. Beim Aufprall auf das Hindernis wurde das Fahrzeug beschädigt, die Besatzung blieb aber zum Glück unverletzt. Dieser Vorfall zeigt deutlich die Risiken und Gefahren auf, welche die freiwilligen Wehrleute bei ihrer Arbeit zum Gemeinwohl auf sich nehmen. Umso unverständlicher ist, dass sich unter diesen gefährlichen Umständen Fußgänger und Radfahrer sorglos durch die Waldgebiete bewegen und sich mutwillig in Gefahr begeben, von fallenden Bäumen erschlagen zu werden. Auch in den nächsten Tagen sollten Waldbesucher auf der Hut sein und auf hängende Kronen und Bäume achten. Sie können sich urplötzlich lösen und stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.
Text und Bilder: Bernd Douven |
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